Darknet – Drogenhändler beschuldigt, massig Bitcoin gewaschen zu haben

Ryan Farace soll 136 Millionen Dollar in Bitcoin gewaschen haben, während er seine Haftstrafe wegen Drogenhandels in einem Bundesgefängnis verbüßte.

Die amerikanischen Behörden haben den in Baltimore lebenden Ryan Farace beschuldigt, zwischen Oktober 2019 und April 2021
2.933 BTC zwischen Oktober 2019 und April 2021 gewaschen zu haben. Interessanterweise wurde der Mann 2018 ins Gefängnis geschickt und hat die kriminellen Aktivitäten vermutlich von hinter Gittern aus durchgeführt.

‚Xanaxman‘ handelt mit Bitcoin sogar vom Gefängnis aus

Laut The Baltimore Sun hatten Beamte des Staates Maryland Anklage gegen Ryan Farace – auch bekannt als „Xanaxman“ – erhoben, weil er innerhalb von weniger als drei Jahren 2.933 BTC gewaschen hatte. Nach heutigem Stand entspricht dieser Betrag mehr als 136 Millionen Dollar.

Der Kriminelle und sein Vater verbüßen derzeit eine 57-monatige Haftstrafe wegen des Verkaufs von Alprazolam – einem Beruhigungsmittel zur Behandlung von Angst- und Panikzuständen.

Farace operierte im berüchtigten Dark Web, aber die Polizei erwischte ihn 2018. Als Teil seiner Strafe musste er damals 5,6 Millionen Dollar einbüßen, die er mit seinen illegalen Aktivitäten erwirtschaftet hatte. Außerdem musste er seine Krypto-Bestände in Höhe von 4.000 BTC abtreten.

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Die Ermittler wissen immer noch nicht, ob die oben erwähnten 2.933 Münzen zu den ursprünglichen 4.000 BTC gehören. Sie wiesen darauf hin, dass Farace möglicherweise noch mehr digitale Vermögenswerte besessen hat, von denen die Regierung zunächst nichts wusste.

Der 37-jährige Sträfling beantragte im Jahr 2020 eine Entlassung aus Mitleid, wobei er sich auf seinen schlechten Gesundheitszustand und die COVID-19-Pandemie berief. Die Behörden lehnten seinen Antrag jedoch ab, und er blieb im Gefängnis.

Der Chef von Bitcoin Fog hat 336 Millionen Dollar in Bitcoin gewaschen
Es ist erwähnenswert, dass der oben erwähnte Fall kein Einzelfall ist. Wie CryptoPotato im April berichtete, verhaftete die Bundesbehörde in den USA Roman Sterlingov – den Leiter des berüchtigten Bitcoin-Anonymisierers Bitcoin Fog – unter dem Verdacht, in den letzten 10 Jahren fast 336 Millionen Dollar in dem digitalen Vermögenswert gewaschen zu haben.

Der in Russland lebende Schwede bot angeblich Schutzdienste für Nutzer an, die ihr Krypto-Vermögen unter maximaler Sicherheit aufbewahren wollten. Hierfür verlangte er Provisionen zwischen 2 % und 2,5 %.

Nach den Berechnungen der IRS hat der Täter die Gelder in die eigene Tasche gesteckt und sie für die Einrichtung des Bitcoin Fog-Servers verwendet. Diese Handlungen erregten Besorgnis, und die folgende Untersuchung enthüllte Sterlingovs kriminelle Aktivitäten in den letzten zehn Jahren.

Sarah Meiklejohn – Informatikerin am University College of London – lobte die von den Ermittlern angewandte Technik des „Follow the Money“:

„Mit der Blockchain-Analytik sagen wir immer wieder, dass all diese Aktivitäten für immer in diesem Ledger gespeichert sind, und wenn man vor 10 Jahren etwas Schlimmes getan hat, kann man heute dafür erwischt und verhaftet werden.“